Bautzen im Winter

Wanderungen zum Czorneboh und entlang der Stadtmauer in Bautzen

Aussichtsturm auf dem Berg Czorneboh bei Bautzen

Foto: djd/Simone Bergmann

(djd). Bautzen ist die „Stadt der Türme“ und immer für eine Überraschung gut. So steht das höchste Bauwerk nicht innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, sondern neun Kilometer weiter südlich im Bautzener Stadtwald, auf dem 561 Meter hohen, sagenumwobenen Berg Czorneboh im Oberlausitzer Bergland.

Der slawische Name bedeutet übersetzt „Schwarzer Gott„. Im Jahr 1851 öffnete dort der erste steinerne Aussichtsturm der Oberlausitz seine Pforten.

Kobolde aus dem „Teufelsfenster

Zahlreiche Sagen ranken sich um den ostsächsischen Berg Czorneboh. Ihnen kann man auf einer Winterwanderung von Bautzen bis zur urigen Bergbaude auf dem Berg nachgehen. Unterwegs finden sich geheimnisvolle Vertiefungen im Granitstein, die als „Teufelsbecken“ gelten, und aus einem „Teufelsfenster“ sollen bis heute kleine Kobolde huschen – wenn sie nicht gerade unermessliche Schätze in einer Höhle bewachen. Besonders schön ist die etwa neun Kilometer lange Route von Bautzens Sternwarte – die übrigens Deutschlands älteste Schulsternwarte ist – über Soculahora, Jessnitz, Mehlteuer, Pielitz und den nördlichen Kammweg bis zum Döhlener Berg. Weiter geht es auf dem „Wanderweg der Deutschen Einheit“ zum Czorneboh-Gipfel mit der Felsklippe „Teufelstisch„.

Traumhafter Ausblick

Blick auf das Oberlausitzer Bergland

Foto: djd/Stadt Bautzen/Götz Müller

Wer nicht so lange wandern mag, kann direkt bis zum Parkplatz nördlich des Döhlener Bergs oder direkt bis zum historischen Berggasthof hinauffahren. Dann hat man auf jeden Fall noch genug Kraft, um die 90 Treppenstufen im Aussichtsturm hinaufzusteigen, einen traumhaften Ausblick ins verschneite Oberlausitzer Bergland zu genießen.

Romantischer Spaziergang

Idyllisch geht es auch bei einem Spaziergang entlang der mittelalterlichen Bautzener Stadtbefestigung zu. Dafür sollte man etwa zwei Stunden einplanen. Immer wieder gleitet der Blick von den beeindruckenden Bastionen hinab ins Spreetal. Unterwegs kann man das Innere der „Alten Wasserkunst“ besichtigen – Wahrzeichen der Stadt und technisches Museum mit historischem Pumpwerk – sowie das neu gestaltete Museum Bautzen, das Sorbische Museum auf der Ortenburg oder den romantisch gelegenen kleinen Friedhof rund um die Ruine der Nikolai-Kirche.

Führungen durch 1.000 Jahre Bautzen

Geführte Rundgänge veranstaltet das „Historische Stadtvolk“ von Januar bis März 2013 an jedem zweiten und vierten Freitag jeweils ab 19 Uhr. Sie dauern ebenfalls zwei Stunden und beginnen am Brunnen auf dem Hauptmarkt (Preis pro Person sieben Euro, für Kinder gibt es eine Ermäßigung).

Blick in die Altstadt von Bautzen

Foto: djd/Stadt Bautzen

1.000 Schritte durch 1.000 Jahre Bautzen“ lautet der Titel eines Rundgangs durch die historische Altstadt, mit spannenden Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten und zur Stadtgeschichte.

Noch bis Ende März 2013 beginnt er an jedem Samstag um 11 Uhr an der Tourist-Information auf dem Hauptmarkt (für die anderthalbstündige Führung zahlen Erwachsene fünf Euro, Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren 2,50 Euro, jüngere Kinder sind kostenlos dabei). Und schließlich führt „Mönch Eusebius“ seine Gäste an jedem Dienstag um 21 Uhr und donnerstags um 20 Uhr durch die Stadt.

Mehr Informationen gibt es bei der Tourist-Information Bautzen-Budyšin unter Tourismus Bautzen im Internet.

Das schönste sorbische Osterei

Sorbische Ostereier

Foto: djd/Stadtverwaltung Bautzen

Kunstvolle sorbische Ostereier sind am 23. und 24. Februar 2013 im „Haus der Sorben“ am Bautzener Postplatz zu sehen.

Dort wird auch das „schönste sorbische Osterei“ gekürt. Außerdem können Besucher an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr den Volkskünstlern dabei zusehen, wie sie aus schlichten Hühnereiern durch Bossieren, Wachsen, Kratzen und Ätzen kleine Wunderwerke herstellen. Nähere Informationen zum „22. Bunten Sorbischen Ostereiermarkt“ gibt es bei der Tourist-Information Bautzen-Budyšin unter Ostern Bautzen im Internet.

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