Landschaft mit Charakter

Wandern, radeln und paddeln im Nationalpark Unteres Odertal

Impression Unteres Odertal

(djd). Der Nationalpark Unteres Odertal ist die letzte Flussaue Europas, die im Wesentlichen noch intakt ist. Mit ihren Altarmen, mit Seggenriedern, Schilf- röhricht und Auwald prägt die Oder eine charaktervolle Landschaft.

Zu jeder Jahreszeit sind besondere Naturerlebnisse zu bewundern, denn Wasservögel schätzen die Region im Nordosten Deutschlands als Brut-, Rast- oder Überwinterungsplatz. Im September sind es die Kraniche, die sich auf ihrem Weg in den Süden versammeln.

Bis zu 1.500 Singschwäne, die noch heute vielen als Symbol für Reinheit und Licht gelten, überwintern im Nationalpark. Aber auch die Spuren von Fischotter und Biber kann man mit ein wenig Glück verfolgen.

In Wanderschuhen durch den Nationalpark Unteres Odertal

Frühling im Unteren Odertal

Wer in wenigen Tagen die Vielfalt der Region erleben möchte, der beginnt am besten auf Schusters Rappen. Eine 15 Kilometer lange Wanderstrecke von Stolpe / Oder bis nach Criewen ist ein guter Start für eine abwechslungsreiche Tour, an deren Beginn der Stolper Turm, eine Turmburg, besichtigt werden kann.

In Stützkow wird der Aufstieg auf der Himmelsleiter mit einem herrlichen Ausblick über das Flusstal belohnt. Dieser Aussichtspunkt ist auch gut geeignet für eine Rast. Später in Criewen sollte der Besuch des Nationalparkhauses auf dem Programm stehen. Auch der Gutspark, der um 1820 von Peter Joseph Lenné im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt wurde, ist einen Abstecher wert.

Mit dem Fahrrad von Schwedt nach Mescherin

Auf dem Deich im Unteren Odertal

Auch radelnd lässt sich das Untere Odertal gut erkunden. Entscheiden sich die Urlauber für eine Tour in den Norden des Nationalparks, ziehen unterwegs viele Höhepunkte die Aufmerksamkeit auf sich. In Schwedt ist zum Beispiel ein Besuch der hübschen Altstadt empfehlenswert.

Auch eine Kirchturmbesteigung der evangelischen Kirche und ein Besuch des „Bauensembles jüdisches Ritualbad und Synagogendienerhaus“ eröffnen neue Perspektiven. Je nachdem, welchen Weg die Radler wählen, lohnt sich auch ein ausgiebiger Blick ins Tabakmuseum in Vierraden.

Wer Strecken abseits der Ortschaften bevorzugt, fährt bestimmt gern auf dem Deich und auf dem Oder-Neiße-Radweg. So kommen die Reisenden der Natur noch näher. Der kleine Ort Mescherin mit zahlreichen Möglichkeiten zur Rast und Einkehr ist ein beliebtes Tagesziel.

Natur erleben

Mit dem Kanu durch das Untere Odertal

Ein besonderes Vergnügen ist es, langsam und ruhig im Auengebiet vor Mescherin übers Wasser zu gleiten. Weil die Region zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland gehört, ist so eine Tour in Begleitung eines sachkundigen Kanuführers besonders interessant:

Unter den mehr als 160 Vogelarten, die im Nationalpark brüten, finden sich See-, Fisch- und Schreiadler. Wer die Kunst des lautlosen Paddelns beherrscht und sich ganz ruhig verhält, kann mit ein wenig Glück sogar Eisvögel, Haubentaucher, Graureiher oder Trauer- und Flussseeschwalben bei der Suche nach Nahrung beobachten. Informationen zu Touren und viele Reiseangebote gibt es beim Tourismusverein Nationalpark Unteres Odertal e.V. unter Unteres Odertal.

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